MEP Energy Forum am TUM Sustainability Day vernetzt Praxis mit Forschung
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Im Fokus der Veranstaltung standen die großen Herausforderungen, vor denen Städte heute und in Zukunft stehen. Dazu zählen die Versorgung mit Wärme und Kälte, ein steigender Energiebedarf, globale Energiekrisen und der zunehmende Druck, urbane Räume klimafreundlich und zugleich widerstandsfähig zu gestalten. Schnell wurde deutlich, dass technische Lösungen allein nicht ausreichen. Gefordert sind neue Planungsansätze, der gezielte Einsatz Künstlicher Intelligenz sowie tragfähige Geschäftsmodelle.
Perspektiven aus Forschung und Praxis auf Energiemärkte
Den Auftakt machte die Keynote von Prof. Sally Benson von der Stanford University. Anhand der Kühlinfrastruktur auf dem Stanford Campus zeigte sie, wie integrierte Energiesysteme, langfristiges Denken und zirkuläre Ansätze zusammenwirken können. Ihre Ausführungen verdeutlichten, dass nachhaltige Energieinfrastruktur nicht nur eine technische, sondern ebenso eine organisatorische und strategische Aufgabe ist.
Im ersten Themenblock stand die Frage „Freedom or Friction? Liberalized Markets in the Energy Transition“ im Mittelpunkt. In kurzen Impulsvorträgen beleuchteten der Geschäftsführer der Stadtwerke München (SWM) Prof. Florian Bieberbach, die Geschäftsführerin und Leitung der Abteilung Wirtschaftspolitik bei der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw) Christine Völzow sowie MEP-Direktor Prof. Thomas Hamacher unterschiedliche Perspektiven auf Marktmechanismen, Regulierung und Investitionen im Energiesektor. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, wie komplex das Zusammenspiel politischer Rahmenbedingungen, wirtschaftlicher Interessen und technologischer Möglichkeiten ist und wie wichtig abgestimmte Lösungen für den Erfolg der Energiewende sind.
KI und datenbasierte Ansätze für die Wärmewende
Der zweite Teil des Energy Forums widmete sich der Rolle Künstlicher Intelligenz unter dem Titel „Beyond the Hype? Quantifying AI’s Contribution to the Heat Transition“.
Prof. Stefan Niessen, Leitung des Technologiefelds „Nachhaltige Energie und Infrastruktur“ bei Siemens, Lars Eiermann, Chief Sustainable Officer und Geschäftsführer der TUM Venture Lab Climate & Circular sowie Nora Medgyesi, Projektleitung bei der Geothermie Allianz Bayern zeigten, wo Künstliche Intelligenz bereits heute einen messbaren Beitrag leisten kann. Genannt wurden unter anderem die Optimierung von Wärme und Kältenetzen, die bessere Nutzung geothermischer Potenziale sowie die Entwicklung neuer, skalierbarer Geschäftsmodelle. Gleichzeitig wurde diskutiert, wo die Grenzen liegen und welche Voraussetzungen notwendig sind, damit KI ihr Potenzial tatsächlich entfalten kann.
Durch den Nachmittag führte Prof. Jeanne Rubner als Moderatorin. Die Diskussionen machten deutlich, dass die Transformation urbaner Energiesysteme nur gelingen kann, wenn technologische Innovationen, wirtschaftliche Anreize und gesellschaftliche Akzeptanz gemeinsam gedacht werden. Das Munich Institute of Integrated Materials, Energy and Process Engineering bedankt sich herzlich bei allen Referentinnen und Referenten, der Moderatorin sowie den zahlreichen Teilnehmenden für den offenen, intensiven und inspirierenden Austausch.
Das MEP war darüber hinaus mit einem Infostand im Erdgeschoss des Maschinenbaugebäudes vertreten, der von zahlreichen Besucherinnen und Besuchern frequentiert wurde.
Bildquelle: Dr. Céline Lauer / TUM