
Über Bavaria Makes e.V.
Bavaria Makes e.V. ist eine bayerische Hightech-Allianz zur Industrialisierung der Additiven Fertigung. Der Verein bringt führende Partner aus Wissenschaft, Industrie und Innovationsförderung zusammen, um Forschung schneller in industrielle Anwendungen zu überführen, technologische Innovationen voranzutreiben und Bayern als international sichtbaren Standort für “Advanced Manufacturing” zu stärken.
Als gemeinnützig ausgerichteter Zusammenschluss führender Akteure aus Wissenschaft, Industrie und Innovationsförderung verfolgt Bavaria Makes e.V. das Ziel, die industrielle Nutzung additiver Technologien in Bayern systematisch auszubauen und die Region zu einem international sichtbaren Zentrum für “Advanced Manufacturing” zu entwickeln.
Im Fokus stehen insbesondere die Industrialisierung additiver Prozesse, der Transfer von Forschungsergebnissen in industrielle Anwendungen sowie der Aufbau kooperativer Strukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Bavaria Makes versteht sich dabei als Plattform für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte, technologische Integration, Standardisierung und Qualifizierung.
Ein zentrales Anliegen der Initiative ist es, die Lücke zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und industrieller Umsetzung zu schließen. Bavaria Makes greift damit genau jene Phase auf, in der viele Technologien trotz hoher Innovationskraft an fehlender Skalierung, hohen Entwicklungsrisiken oder mangelnder Marktintegration scheitern. Durch gezielte Kooperationen, anwendungsorientierte Forschung und die enge Einbindung industrieller Partner soll der Transfer in marktfähige Lösungen beschleunigt werden.

Vision
Bavaria Makes e.V. verfolgt die Vision, Bayern zu einem weltweit führenden Hightech-Standort für Additive Fertigung zu entwickeln. Im Zentrum steht der Aufbau eines starken, industrieorientierten Innovationsökosystems, das technologische Exzellenz, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Qualifizierung verbindet. Additive Fertigung soll dabei nicht nur als Schlüsseltechnologie weiterentwickelt, sondern als strategischer Hebel für die industrielle Transformation in Bayern etabliert werden.
Mission
Die Mission von Bavaria Makes e.V. ist es, Forschung, industrielle Anwendung und Ausbildung im Bereich der Additiven Fertigung eng miteinander zu verzahnen. Der Verein fördert insbesondere translationale und anwendungsnahe Forschung, die neue additive Technologien schneller in marktfähige industrielle Prozesse und Produkte überführt. Zugleich stärkt Bavaria Makes den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wissenschaft, Industrie, Start-ups und öffentlichen Akteuren und trägt zum Aufbau einer qualifizierten Fachkräftebasis für die Fertigung der Zukunft bei.


Bavaria Makes und das MEP
Für das Munich Institute of Integrated Materials, Energy and Process Engineering (MEP) ist Bavaria Makes e.V. ein besonders anschlussfähiger Rahmen. Zentrale Themen des Instituts – Materialien, Energie, Prozesse, Simulation, Digitalisierung und industrielle Umsetzung – sind eng mit den Zukunftsfragen der Additiven Fertigung verbunden.
Die Initiative bietet ideale Voraussetzungen, um interdisziplinäre Forschung mit konkreten industriellen Anwendungen zu verknüpfen und den Standort Bayern aktiv mitzugestalten. Insbesondere die enge Verzahnung von Materialentwicklung, Prozessverständnis, Simulation, datengetriebenen Modellen und industrieller Umsetzung schafft zahlreiche Anknüpfungspunkte für das MEP. Bavaria Makes steht damit auch aus Sicht des Instituts für einen kooperativen Ansatz in der Fertigung der Zukunft: wissenschaftlich fundiert, industriegetrieben, technologisch integrativ und mit klarem Fokus auf Transfer, Nachhaltigkeit und Wertschöpfung in Bayern.
Thematische Ausrichtung
Für die Bavaria Makes e.V. Mitglieder am Forschungscampus Garching versteht Additive Fertigung als Schlüsseltechnologie einer digitalen, resilienten und nachhaltigen Industrie. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt des TUM-Oerlikon Advanced Manufacturing Institutes der TU München insbesondere auf metallischen additiven Fertigungsverfahren wie u.a. Powder Bed Fusion (PBF) und Directed Energy Deposition (DED). Gleichzeitig werden auch Polymere und weitere Werkstoffklassen mitgedacht, um technologische Offenheit und langfristige Innovationsfähigkeit sicherzustellen.
Die Initiative betrachtet Additive Fertigung nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit:
Material- und Prozessentwicklung
Simulation und datengetriebenen Modellen
digitalen Zwillingen
digitaler Prozesskette und Virtualisierung
Prozessüberwachung und Qualitätskontrolle
Standardisierung und Industrialisierung
nachhaltiger Produktion und Kreislaufwirtschaft
Damit positioniert sich Bavaria Makes nicht nur als Technologieinitiative für neue Fertigungsverfahren, sondern als Treiber einer umfassenden industriellen Transformation.
Bavaria Makes e.V. wurde 2025 gegründet, im April 2025 offiziell vorgestellt und im Juni 2025 als gemeinnützig anerkannt. Zu den Gründungsmitgliedern zählen die Technische Universität München (TUM), Siemens AG, toolcraft AG, Concept Laser GmbH (Colibrium Additive), EOS GmbH, Bayern Innovativ GmbH, MTU Aero Engines AG und Oerlikon AM Europe GmbH. Sie haben den Grundstein für ein gemeinsames Netzwerk gelegt, das die Additive Fertigung in Bayern strategisch weiterentwickelt und ihre industrielle Anwendung beschleunigt. Als zentraler Standort ist der Aufbau eines Bavaria-Makes-Zentrums in Garching vorgesehen, eingebettet in ein Umfeld aus universitärer Forschung, industrieller Kooperation und technologischer Infrastruktur.
Heute vereint Bavaria Makes ein wachsendes Netzwerk aus Wissenschaft, Industrie und Innovationsförderung.

Für die TUM ist Bavaria Makes e.V. ein strategischer Rahmen, um Spitzenforschung in der Additiven Fertigung noch enger mit industriellen Anforderungen zu verbinden. Die Universität bringt dabei wissenschaftliche Exzellenz, interdisziplinäre Forschungskompetenz und starke Transferstrukturen in das Netzwerk ein.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere folgende Aufgaben:
Transfer von Forschung in industrielle Anwendung
Bavaria Makes soll dazu beitragen, Ergebnisse aus Grundlagenforschung, Werkstoffentwicklung, Prozessmodellierung, Simulation und Digitalisierung schneller in industriell nutzbare Verfahren und Produkte zu überführen.Aufbau integrativer Forschungsansätze
Die Additive Fertigung wird entlang der gesamten Prozesskette gedacht – vom Material über den Prozess bis hin zu Simulation, digitalem Zwilling, Qualitätssicherung und industrieller Skalierung. Damit entstehen neue Schnittstellen zwischen Forschung und industrieller Praxis.Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses
Ein wesentliches Ziel ist die Qualifizierung zukünftiger Fachkräfte. Promovierende sowie Studierende in Bachelor- und Masterprogrammen sollen gezielt in Forschungs- und Entwicklungsprojekte eingebunden werden, um frühzeitig Kompetenzen in der Additiven Fertigung aufzubauen.Stärkung interdisziplinärer Zusammenarbeit
Bavaria Makes schafft einen Rahmen, um Disziplinen wie Werkstoffwissenschaften, Maschinenwesen, Produktionstechnik, Energietechnik, Digitalisierung und Simulation in einem gemeinsamen innovationsorientierten Umfeld zusammenzuführen.Schaffung eines industrienahen Innovationsumfelds in Garching
Langfristig soll in Garching ein Bavaria-Makes-Zentrum entstehen, das als eigenständige, aber eng mit der akademischen Welt verbundene Struktur industrielle Projekte, Kooperationen und technologische Entwicklung bündelt.
Für Bayern übernimmt Bavaria Makes e.V. eine strategische Funktion beim Ausbau eines leistungsfähigen und international wettbewerbsfähigen Ökosystems für Additive Fertigung.
Dazu gehören insbesondere:
Industrialisierung additiver Technologien
Additive Fertigung soll stärker in die industrielle Praxis bayerischer Unternehmen integriert werden, um Produktqualität, Ressourceneffizienz, Flexibilität und Innovationsgeschwindigkeit zu erhöhen.Stärkung von Forschung und Entwicklung
Bavaria Makes initiiert und unterstützt Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die aktuelle technologische Herausforderungen adressieren und neue industrielle Anwendungen erschließen.Förderung von Aus- und Weiterbildung
Ein zentrales Handlungsfeld ist der Aufbau moderner Schulungs- und Ausbildungsangebote, um dem steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Additiven Fertigung gerecht zu werden.Vernetzung von Unternehmen, Wissenschaft und Start-ups
Der Verein verfolgt einen offenen Ökosystemansatz, in dem Großunternehmen, Mittelstand, Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen gemeinsam an integrierten und skalierbaren Lösungen arbeiten.Unterstützung von Entrepreneurship und Innovation
Neue unternehmerische Initiativen und technologieorientierte Start-ups sind ein wichtiger Bestandteil des Innovationsökosystems und tragen zur Dynamik des Standorts Bayern bei.Kooperation mit weiteren Zentren und Netzwerken
Mittelfristig soll die Zusammenarbeit mit weiteren bayerischen und nationalen Einrichtungen ausgebaut werden, um Bayern als zusammenhängenden Standort für Additive Fertigung sichtbar zu machen.
Ein wesentlicher Leitgedanke von Bavaria Makes e.V. ist, dass Additive Fertigung nicht nur neue Produkte ermöglicht, sondern auch zur Lösung struktureller Herausforderungen beiträgt. Dazu zählen unter anderem:
höhere Flexibilität in Lieferketten durch dezentrale und bedarfsgerechte Produktion
geringerer Materialverbrauch im Vergleich zu subtraktiven Verfahren
Reparatur und Refurbishment bestehender Bauteile
Gewichtsreduktion und Funktionsintegration
bessere Anpassung an branchenspezifische Anforderungen, etwa in Luftfahrt, Energie, Medizintechnik und Automobilindustrie
Fortschritte in Richtung Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Fertigung
Damit wird Bavaria Makes auch als Beitrag zur Resilienz und Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Bayern verstanden.